Controller im Facility Management
Funktion und organisatorische Einordnung
Der Controller im Facility Management unterstützt die Leitung des Betreibers mit nachvollziehbaren Informationen über Kosten, Leistungen, Qualität und betriebliche Risiken. Er verbindet die Ziele der Organisation mit einem belastbaren Planungs- und Berichtswesen. Sein Auftrag ist nicht auf Budgetabweichungen begrenzt: Er macht sichtbar, welche Leistungen für das Kerngeschäft benötigt werden, ob sie im vereinbarten Umfang nachgewiesen sind und welche Entscheidungen daraus folgen. Die Funktion ist dem Facility Management oder dem zentralen Controlling zugeordnet. Fachlicher Berichtsweg, Zuständigkeitsbereich, Informationsrechte, Vertretung und Freigabeumfang werden eindeutig vereinbart. Eine disziplinarische Führung der operativen Bereiche entsteht daraus nicht.
Der Controller betreut das Management-Cockpit als fachliches Steuerungsinstrument der eigenen Organisation. Bei fremdvergebenen Leistungen bewertet er die vereinbarten Lieferdaten aus Auftraggebersicht; er übernimmt nicht das wirtschaftliche Ergebnisinteresse des Dienstleisters. Externe Unterstützung entbindet den Betreiber nicht davon, Ziele, Aussagegrenzen und Verwendung der Berichte selbst festzulegen. In kleineren Organisationen können Controlling und Datenanalyse durch dieselbe qualifizierte Person wahrgenommen werden. Die Leitung behält die Entscheidungen über Ressourcen und Maßnahmen; wesentliche Berechnungen benötigen eine angemessene zweite Kontrolle.
