Betriebsfähigkeit im Facility-Management-Cockpit steuern
Steuerungsfähigkeit als Betriebszustand definieren
Ein Facility-Management-Cockpit ist betriebsfähig, wenn es den verantwortlichen Rollen rechtzeitig ein zutreffendes, verständliches und entscheidungsfähiges Bild des Betriebs vermittelt. Entscheidend ist nicht, ob eine grafische Oberfläche erreichbar ist oder Kennzahlen angezeigt werden. Betriebsfähigkeit liegt erst vor, wenn Datenquellen verfügbar sind, Daten vollständig und ausreichend aktuell einlaufen, Berechnungsregeln nachvollziehbar angewendet werden und Abweichungen so dargestellt werden, dass daraus eine verantwortbare Handlung folgen kann. Das Cockpit stellt die Betriebsfähigkeit von Gebäuden, Anlagen und Dienstleistungen nicht selbst her. Es macht ihren Zustand transparent und unterstützt die Steuerung. Deshalb muss klar getrennt werden zwischen dem Betriebszustand des Cockpits und dem dargestellten Betriebszustand der Organisation. Ein grüner Status darf niemals allein aus einer technisch funktionierenden Anzeige entstehen. Er setzt voraus, dass die zugrunde liegenden Informationen belastbar sind. Für das Cockpit sollten deshalb drei Zustände definiert werden: betriebsfähig, eingeschränkt betriebsfähig und nicht betriebsfähig. Eingeschränkt betriebsfähig ist es beispielsweise, wenn einzelne Datenquellen verspätet liefern, die Auswirkungen aber bekannt und für die Entscheidung beherrschbar sind. Nicht betriebsfähig ist es, wenn wesentliche Daten fehlen, Berechnungen nicht nachvollzogen werden können oder eine Anzeige eine Sicherheit vermittelt, die fachlich nicht belegt ist. Die Freigabe des Cockpits wird damit selbst zu einer Managementaufgabe.
